Sprossen selber ziehen - ein Rezept aus dem Rogner Bad Blumau

Ein paar Worte zum Saatgut bevor wir loslegen:

Am besten geeignet ist Saatgut mit der Kennzeichnung „Keimsaat“. Freilandsaatgut könnte grundsätzlich auch verwendet werden. Hier besteht aber die Gefahr, dass es bereits mit Pflanzenschutzmitteln vorbehandelt wurde. Von einem direkten Verzehr dieser Sprossen ist daher eher abzuraten. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift gleich zur Bio-Sprossensaat. Es gibt eine Vielzahl an Sprossen. Die bekannteste Art ist sicherlich die Kresse. Zusätzlich eignen sich aber auch noch zum Beispiel: Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Lein, Mungobohnen, Senf, Bockshornklee, Sonnenblumenkerne, Buchweizen, Karotte, Rettich und Sesam. Sie brauchen: Sprossensamen, Wasser, eine kleine Schüssel und ein Sieb. Und los geht’s.

In 5 Schritten zu eigenen Sprossen

1.    Weichen Sie die Samen über Nacht in der Schüssel auf.
2.    Gießen Sie die Sprossen durch das Sieb um überschüssiges Wasser zu entfernen.
3.    Geben Sie die Sprossen dann einfach wieder in die Schüssel.
4.    Täglich 2-3 Mal durch das Sieb abspülen.
5.    Je nach Keimdauer 3-7 Tage warten und dann ernten.

Tipp: Manche Sprossen, wie zum Beispiel Kresse, können auch einfach auf Küchenpapier gezogen werden. Wenn Sie es täglich 1-2 Mal befeuchten sparen Sie sich auch das Spülen.

DIY Keimglas
Sie können ein Keimglas auch ganz einfach selbst herstellen: Sie brauchen ein Marmeladeglas, etwas Tüll oder ein anderes, durchlässiges Material an dem sich kein Schimmel bilden kann und einen Haushaltsgummi:

1.    Den Tüll zu schneiden.
2.    Über den Rand stülpen.
3.    Und mit dem Haushaltsgummi befestigen. Fertig.

Die Keime in das Glas füllen und täglich 2-3 Mal spülen. Das Keimglas sollte dann schräg aufgestellt werden, damit das Wasser abrinnen kann. So können Sie einfach aber effektiv und ohne viel Aufwand noch leichter Ihre eigenen Keimlinge ziehen.

So einfach wie der Anbau ist auch der Sprossengenuss
Sie können Ihre Keimlinge einfach roh verzehren. Auf Salaten, Suppen, einem frischen Brot mit Butter, in köstlichen Dips oder auch in Smoothies. Grundsätzlich sollten die Sprossen nicht erhitzt werden. Dies würde die empfindlichen Vitamine zerstören. Eine Ausnahme bieten jedoch Erbsen-, Kichererbsen- und Sojabohnenkeimlinge. Diese sollten für etwa drei Minuten blanchiert werden um das Hämaglutinin unschädlich zu machen. Dabei handelt es sich im ein Protein, welches die roten Blutkörperchen verklumpen lässt.

Gesunde Sprossen aus dem Rogner Bad Blumau 

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